Die CDU-Regionalratsfraktion stellt sich hinter die Forderung der Bau­ern, dass bei der Erarbeitung des neuen Regionalplans landwirt­schaftliche Flächen und Betriebsstandorte geschützt werden müssen. „Agrarbereiche sind keine frei verfügbaren Resterampen, wenn Freiflä­chen festgeschrieben werden sollen“, so Hans Hugo Papen, der Vorsitzende der Unionsfraktion im Regionalrat. „Eine strukturelle Weiterentwicklung von Wirtschaft und Gewerbe darf dadurch allerdings nicht behindert werden“, ergänzt Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Der Schutz landwirtschaftlicher Flächen müsse bei der weiteren Ausweisung von Flächen auch für andere Schutzziele gelten.

   Zuvor hatte Dr. Christian Hoff­mann, Leiter der Bezirksstelle für Agrarstruktur Düsseldorf/Ruhrgebiet bei der Landwirtschaftskammer NRW, im Planungsausschuss des Par­laments ein Plädoyer für eine angemessene Berücksichtigung bäuerli­cher Interessen gehalten. „Bei den Planun­gen sind die Standorte landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Un­ternehmen so zu sichern, dass die Chance auf räumliche Ausweitung genauso erhalten bleibt wie die Neuausrichtung von Betriebsschwer­punkten“, heißt es. Äcker mit hoher Produktionsmöglichkeit und gutem Entwick­lungspotenzial dürften nur in Anspruch genommen werden, wenn be­sondere Voraussetzungen erfüllt seien. Papen und Steinmetz spre­chen sich wie Hoffmann dafür aus, „eine Schutzkategorie für agrar­strukturell wertvolle Flächen zu schaffen, die bei künftigen Maßnah­men nicht problemlos weg zu erwägen ist“.

Die Bauern kritisieren nach Auffassung der Regionalrats-CDU zu Recht, dass das Thema „Landwirtschaft und Sicherung landwirtschaft­licher Flächen“ in der Raumplanung bislang nicht aktiv aufgegriffen werde. „Im Gegensatz zu anderen Kategorien im Freiraum sind land­wirtschaftliche Flächen ungeschützt. Der Verlust muss in keiner Weise ausgeglichen werden“, so die Experten. Landwirtschaftliche Aspekte wurden bisher nur mit der Karte „Schutzwürdige Böden“ des Geologi­schen Dienstes bewertet. „Dies ist in der Sache und in der Auswir­kung unzureichend“, so die Politiker. Um die wichtigsten landwirt­schaftlichen Belange wirksam in die Praxis einzubringen, müsse ein Bewertungssystem entwickelt werden, in dem die Nutzbarkeit von Acker, Grünland oder Sonderkultur genauso Berücksichtigung finde wie Flächengröße, Bodenwertstufe oder Umsatz.

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