Bei großen Industrie- und Gewerbeansiedlungen sei die Zusam­menarbeit über Stadt- und Gemeindegrenzen unerlässlich. Diese Meinung vertritt die CDU-Fraktion im Regio­nalrat Düsseldorf. „Bei der Erarbeitung des neuen Regionalplans müssen wir uns auf wenige Standorte konzentrieren, um den Ein­griff in die Landschaft möglichst gering zu halten“, so die Mitglieder der Fraktion. Angesichts der Dimensionen möglicher Neubauvorhaben seien ein­zelne Kommunen kaum in der Lage, Erschließungs- und Infrastruk­turkosten allein zu tragen. „Deswegen brauchen wir den regionalen Schulterschluss, wenn es darum geht, Standorte zu definieren für Unternehmen, die große Flachen benötigen und ein hohes Emissi­onsaufkommen aufweisen“, sagten die Politiker.

   Überregional bedeutsame Bereiche für gewerbliche und industrielle Entwicklungen wollen die  Christdemokraten nur dort ermöglichen, wo es sich um Freiräume ohne besondere Schutzziele handelt und wo die Verkehrsanbindungen optimal sind. „Eine Straße allein ist in der Regel nicht ausreichend, um solch einen Standort zu entwi­ckeln. Da bedarf es schon der sinnvollen Verknüpfung mit Wasser oder Schiene“, ist die Fraktion überzeugt. Darüber hinaus sollten auch Brachflächen oder ehemalige Militärgelände mit in die Betrachtung einbezogen werden, wenn es darum gehe, Produktionsstätten an­zusiedeln, die mehr als zehn Hektar Fläche benötigten, Lärm oder Abgase ausstießen, im Drei-Schicht-Betrieb arbeiteten oder Nachtverkehr erzeugten.

   Grundsätzlich haben großflächiger Einzelhandel oder bedeutsame Freizeit- und Verwaltungseinrichtungen mit einem hohen Publi­kumsaufkommen nach Auffassung der Union keinen Platz in Berei­chen für gewerbliche und industrielle Entwicklungen (wobei beste­hende Betriebe Bestandsschutz genießen). „Wenn sensible Nutzun­gen wie Wohnen oder Handel immer näher an die Industriezonen heranrücken, strangulieren sie unser ökonomisches Potenzial“, er­klärten CDU-Politiker. Die zahlreichen Änderungen des Regional­plans in den vergangenen Jahren hätten gezeigt, wie wichtig es sei, schon frühzeitig auf einen sich abzeichnenden Strukturwandel zu reagieren und nicht erst dann tätig zu werden, wenn dieser Struk­turwandel schon fast abgeschlossen sei. „Nur so kann die Regional­planung das Ziel erfüllen, ein bedarfsgerechtes Angebot an Flächen für die Wirtschaft bereitzustellen“, so die Fraktion.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30

cdunrw-tv
cdunrw-aktuell
cdunrw-jetzt-mitglied-werden
Mitgliedermagazin der CDU
10 Gute Gründe
CDU NRW