Die Binnenhäfen sind eine wichtige Säule der Wirtschaft und müssen konsequent weiterentwickelt werden. Dieser Auffassung ist die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf unter dem Vorsitz von Hans Hugo Papen. Zuvor hatten der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen und die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen ihre Erwartungen an den neuen Landesentwicklungsplan formuliert. Die Fachleute rechnen bis 2030 mit einer Verdopplung bis Verdreifachung der Zahl umgeschlagener Container in den Seehäfen von Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam. „Das hat gravierende Auswirkungen auf die Transportmenge der Binnenschifffahrt im Rheinland, und dem müssen wir uns stellen, indem wir die Weichen für eine bessere Infrastruktur rund um unsere Häfen stellen", so Jürgen Steinmetz, der Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Wer jetzt in diesem Bereich nicht die Planungsgrundlagen schaffe, der verabschiede sich von den Chancen der Logistik und lasse gerade den Niederrhein „zum bloßen Transitland" werden.

Der Hafenverband und die Kammern hatten dargelegt, dass die Zukunft der Standorte am Wasser nur gesichert werden kann, wenn zusätzliche Flächen bereitgestellt werden. Neben neuen Häfen wie Dormagen-Silbersee und Standorterweiterungen wie am Hafen Krefeld seien auch sogenannte trockene Standorte zum Warenumschlag abseits der Flüsse denkbar. Abgesehen vom Flächenbedarf müsse das Land auch Wege aufzeigen, wie die Erreichbarkeit der Binnenhäfen verbessert werden könne. „Der Erfolg der Neuss-Düsseldorfer Häfen und der Kooperation ,RheinCargo' unterstreicht die Bedeutung des Logistik-Themas für unsere Region. Wir sind das Binnenschifffahrts- und Binnenhafenland Nummer eins, und dem muss auch der Landesentwicklungsplan Rechnung tragen", sind sich Papen und Steinmetz einig. Der gezielte Ausbau und die bedarfsgerechte Ausweisung von Hafenflächen sowie die Verbesserung der Anbindung an die öffentlichen Verkehrswege müssten daher vorangetrieben werden.

Wer den Transport stärker von der Straße auf den Wasserweg verlagern möchte, muss auch die Grundlagen dafür schaffen", heißt es in der Unionsfraktion. Es nütze wenig, leistungsfähige Häfen zu besitzen, wenn die Infrastruktur nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Dinge sei oder keine ausreichenden Umschlagkapazitäten zur Verfügung stünden. „Alle Experten prognostizieren ein stark steigendes Güterverkehrsaufkommen, und nur der Wasserweg kann unsere Fernstraßen von zusätzlichen Staus entlasten", sind Papen und Steinmetz überzeugt.

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