In der CDU-Regionalratsfraktion wächst der Unmut über Landesumweltminister Johannes Remmel. Der Grünen-Politiker will den Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung in NRW von drei auf mindestens 15 Prozent im Jahr 2020 steigern. „Solche Ziele können nur erreicht werden, wenn man den bisher geltenden Abstand von Windrädern zu den Wohnhäusern verringert“, fürchtet Fraktionschef Hans-Hugo Papen. „Die Nutzung umweltfreundlicher Energien darf nicht zu einer weiteren optischen Umweltverschmutzung führen“, ergänzt Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Angesichts zahlreicher Forderungen aus der Bevölkerung, Hochspannungsleitungen durch Erdkabel zu ersetzen, könne es nicht angehen, „dass die Landschaft im Gegenzug unkontrolliert ,verspargelt’ wird“. Steinmetz erinnert an den auch langfristig überschaubaren Anteil der Windkraft am regionalen Energiemix und will von Sturmschäden geschädigte Wälder wieder aufforsten lassen.

 

Remmel dagegen hatte angekündigt, dass die Schneisen, die der Orkan „Kyrill“ 2007 geschlagen hat, künftig ebenfalls für Windanlagen genutzt werden sollen. Insgesamt seien Tausende neuer Windräder mit einer Leistung von jeweils 3,5 Megawatt notwendig. Solche Mühlen sind mit bis zu 150 Metern fast so hoch wie der Kölner Dom. „Diese Riesen im Grünen sind mit dem Naturschutz nicht in Einklang zu bringen“, heißt es in der Unionsfraktion im Regionalrat des Regierungsbezirks Düsseldorf.

    Papen und Steinmetz mahnen die Landesregierung an, den Konsens mit der Bevölkerung zu suchen. „Außerdem darf der Windenergie-Erlass aus dem Hause Remmel nicht die Planungshoheit der Städte und Gemeinden torpedieren“, so die Christdemokraten. Wenn es um die Darstellung von Bereichen für die Nutzung der Windenergie im Regionalplan gehe, müsse die Entscheidung „im größtmöglichen Einvernehmen mit den Anwohnern“ fallen. 

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