Der neue Regionalplan muss dafür sorgen, dass der Einzelhandel in den Innenstädten nicht von Einkaufszentren auf der grünen Wiese gefährdet wird. Diese Auffassung vertreten die CDU-Regionalratsmitglieder. Die Fraktion hat deshalb der Leitlinie zugestimmt, dass Einkaufszentren oder großflächige Einzelhandelsbetriebe nur noch in so genannten Allgemeinen Siedlungsbereichen zulässig sein sollen. „Geschäfte, die nicht nur Nahrungs- und Genussmittel, sondern auch Waren wie Kleidung oder Bücher anbieten, sind wichtige Frequenzbringer in unseren Zentren. Davon profitieren letztlich alle Betriebe im Umfeld“, so die CDU. Anderenfalls würden die Innenstädte durch Kaufkraftabflüsse zu den Läden im Umfeld „nachhaltig geschädigt“.

    Anders, so die Christdemokraten, verhalte es sich jedoch bei Bau-, Garten- oder Möbelmärkten. „Diese Warengruppen haben nicht das Potenzial, schädigende Kaufkraftabflüsse aus den Innenstädten zu verursachen. Aufgrund des hohen Flächenbedarfs fragen solche Unternehmen aber in der Regel ohnehin eher die geringer verdichteten Räume nach“, weiß die Fraktion. Eines stehe jedoch fest: Die Kommunen sollten angehalten werden, Einzelhandels- und Zentrenkonzepte zu entwickeln beziehungsweise fortzuschreiben.

    Dabei müssten regionale Konzepte Vorrang haben: „Ein von mehreren Städten und Gemeinden abgestimmtes Vorgehen und auf Konsens ausgerichtetes Steuern großflächiger Einzelhandelsbetriebe erhöht die Chance einer verträglichen Verteilung der Standorte im Planungsraum und nutzt auch kommunale Synergieeffekte“, betonten die Fraktionsmitglieder. Dies sei im Rahmen des Rundes Tisches „Einzelhandel“ zur Fortschreibung des Regionalplans von verschiedenen Akteuren eindrucksvoll bestätigt worden.

   Erstmals soll auch eine Regelung vorgesehen werden, die dem Entstehen, Verfestigen und Erweitern von zentrenschädlichen Einzelhandelsagglomerationen entgegenwirkt: „In der Vergangenheit haben sich verstärkt Agglomerationsprozesse gezeigt, bei denen mehrere Unternehmen, die einzeln für sich genommen nicht großflächig sind, bewusst die gegenseitige Nähe suchen, um von gemeinsamen Kundenströmen zu profitieren“, so der Politiker. Dies müsse nicht zwangsläufig schlecht für die Innenstadt sein, stelle mit einem zentrenrelevanten Warenangebot aber „ein Gefährdungspotenzial“ für die City dar.

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