Im Regierungsbezirk Düsseldorf fährt heute inzwischen rund jeder zweite Erwerbstätige von seinem Wohnort zum Arbeitsplatz in eine andere Kommune. Das geht aus dem „Datenmosaik“ über die Pendlerverflechtungen hervor, das dem Planungsausschuss des Regionalrats vorgelegt worden ist. Die CDU-Fraktion zieht zwei Schlüsse daraus: „Erstens zeigt dies, dass Pendeln und Mobilität zu einer unabdingbaren Begleiterscheinung wirtschaftlicher Entwicklung geworden ist", so die Regionalratsmitglieder. Und zweitens zwinge dieser Trend die Politik dazu, neue Siedlungen möglichst an S-Bahn-Strecken zu planen beziehungsweise dort, wo Wohnen und Arbeiten auf einem relativ engen Raum unter einen Hut gebracht werden können. „Staus haben wir schließlich schon genug“, so die Fraktion.

   Laut „Datenmosaik“ gab es zum jüngsten Stichtag 1,27 Millionen Berufstätige, die täglich in eine Kommune des Regierungsbezirks Düsseldorf pendeln. Das heißt, dass rund 22 Prozent aller Einwohner ihren Wohnort verlassen, um ihrer Beschäftigung nachzugehen. Mit Ausnahme von Solingen ist in jeder kreisfreien Kommune eine Erhöhung der so genannten Tagesbevölkerung zu beobachten. Besonders hervorstechend ist dabei die Landeshauptstadt Düsseldorf.

   „Der Durchschnittspendler in unserer Planungsregion fährt täglich rund 20 Kilometer die einfache Strecke zu seiner Arbeitsstätte“, berichten die Christdemokraten. Dass dies Folgen für die regionale Verkehrs- und Siedlungspolitik haben müsse, sei „mehr als klar“. Laut der CDU-Fraktion soll die Siedlungsentwicklung vor allem an den Verbindungen des Schienennahverkehrs gestärkt werden. Die Politiker zitieren aus den Leitlinien für den neuen Regionalplan: „Siedlungsentwicklung erzeugt Verkehr, da neue Wohngebiete unweigerlich neue Pendlerverflechtungen erzeugen. Die Verkehrssituation in der Planungsregion ist in den zentralen Bereichen oft durch hohe Überbelastung gekennzeichnet.“ Deshalb, so die Fraktion, sei es sinnvoll, dort, wo es möglich ist, die vorhandene Infrastruktur des schienengebundenen Nahverkehrs gut auszunutzen, indem neue Wohngebiete an S-Bahn-Haltepunkten angelegt würden. Damit könnten zum einen mehr Menschen das Angebot des schienengebundenen Verkehrs nutzen, und zum anderen lohnten sich die bereits getätigten Investitionen besser, heißt es.

 

 

 

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