Die Regionalplanung sollte kein Instrument zur Verhinderung von Investitionen sein, sondern auch Anregungen aus der Wirtschaft aufgreifen. Dieser Meinung ist die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf, der sich gerade mit dem Regional- und Landesentwicklungsplan beschäftigt hat.

„Wir fordern, dass dem Rheinland ein angemessener Spielraum bei der Ausweisung von Siedlungsflächen und der Bereitstellung von landesweit bedeutsamer Infrastruktur zugestanden wird“, so Fraktionschef Hans Hugo Papen, der die Häfen als Beispiel anführt. Auch Jürgen Steinmetz, der Geschäftsführer der Union im Regionalrat, will „potenziellen Investoren ein positives Signal vermitteln“. Außerdem ist es den Christdemokraten wichtig, „dass das Planverfahren möglichst zügig zu einem guten Ergebnis und Abschluss kommt“.

In einer Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan hat sich die CDU im Regionalrat etwa mit den anderen Fraktionen für ein interkommunales Gewerbegebiet der Gemeinde Jüchen und der Stadt Grevenbroich ausgesprochen. „Dort können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir erwarten durch die Ansiedlung neuer Betriebe nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern auch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen, die angesichts der klammen Kassen unserer Kommunen hochwillkommen sind“, sagt Papen. Außerdem könnten die Unternehmen weitab der nächsten Wohnbebauung in Tag- und Nachtschichten arbeiten. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass unsere Planung große Chancen für eine klassische Win-Win-Situation schaffen kann“, ist Steinmetz überzeugt.

Darüber hinaus hatte der Regionalrat beschlossen, den Standort „Silbersee" in der Stadt Dormagen als Gewerbe- und Industriefläche in den künftigen Regionalplan aufzunehmen. Auf der einen Seite soll dort, direkt am Rhein, Raum für hafennahe Betriebe geschaffen werden, auf der anderen Platz für ein interkommunales Gewerbegebiet der Städte Dormagen und Neuss. Hans- Jürgen Petrauschke (CDU), der Vorsitzende des Regionalrats, sprach von „einem Schritt nach vorn“. Am Herzen liegt den Politikern auch der ehemalige Bundeswehr-Standort Hommersum in der Stadt Goch. Dort soll die vorhandene Infrastruktur genutzt und einem ökonomischen Zweck zugeführt werden. „Chancen für eine sinnvolle wirtschaftliche Entwicklung gibt es also genug, wir müssen sie nur beherzt ergreifen – und das, bevor andere Regionen, mit denen wir im Wettbewerb stehen, den Investoren schon den roten Teppich ausgerollt haben“, drängen Papen und Steinmetz zur Eile.

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